Die Standortfrage



Wie man es auch dreht und wendet, der Standort ist und bleibt falsch!



Immer wieder wird man, wenn man den falschen Standort anspricht, von verschiedenen Politikern dann mit der Frage konfrontiert, warum sind den die Menschen dann dahin gezogen. Also, die sind ja selber schuld.


Ja, warum sind die Menschen denn nach Wende ins südliche Berliner Umland gezogen? In der Regel waren es doch Berliner, die nach der Wende ein neues Zuhause mit mehr Platz gesucht haben. Und das sucht man nun mal im nahen Umfeld und nicht 100km ausserhalb der Stadtgrenzen. Denn man hat ja seinen Arbeitsplatz nach wie vor in Berlin und möchte als ehemaliger Städter auch das städtischen Flair nicht ganz verlieren. Also braucht man einen Platz außerhalb Berlins, der eine gute Infrastruktur und Anbindung an seine alte "Heimat" hat. Dafür kamern im Süden außerhalb Berlins Orte wie Schulzendorf, Erkner, Eichwalde, Zeuthen, Königs Wusterhausen, Ragow, Mittenwalde, Zossen, Rangsdorf, Blankenfelde-Mahlow, Großbeeren, Teltow, Ludwigsfelde, Stahnsdorf, Kleinmachnow, usw. in Frage. Und genau da sind auch große Wohngebiete erschlossen worden und entstanden.


Es hat aber auch vonseiten der Regierungen kein Ansiedlungsverbot für diese boomenden Umlandgemeinden gegeben, die trotz des kommenden BER Rekorde im Bevölkerungszuzug aufstellen. Politiker hatten dafür anscheinend kein Gespür, wie schwer es für die Menschen unter den Einflugschneisen werden würde, deren verdichtende Besiedlung sie sehenden Augen zugelassden haben. Trotz anderslautender schlechter Bewertung Schönefelds als schlechtester Standort im Raumordnungsverfahren, haben sie eine wesentliche Erweiterung von Schönefeld alt für den neuen Hauptstadt-Flughafen auserkoren. Und der liegt nun mittendrin als eigentlich de facto neuer Flughafen in einem Siedlungsraum, der sich während der Bauzeit mit einer großen Zahl an neuen zusätzlichen Bewohnern gefüllt hat. Was für eine politische Kurzsichtigkeit?


Wenn man wollte, könnte man diesen eklatanten Fehler korrigieren.


Trotzdem sind wir bei BIMS keine Phantasten, sondern auch Realisten und wissen, dass der BER irgendwann einmal mal an diesem Platz aufgrund der Unbelehrbarkeit auch an diesen falschen Standort in Betrieb gehen wird. Unseren Regierungen ist die Eröffnung dieses Flughafen allerhand wert: Verschwenderisch viel Geld, Rechtsbrüche, Lug, Trug und der komplette Vertrauensverlust in ihr politisches Handeln.

 

Keine der derzeit im Landtag vertretenen Parteien will derzeit daran grundsätzlich etwas ändern.


Was bleibt im Moment da zu tun?


Immer wieder seinen Protest kundtun und sagen, dass wir Blankenfelde-Mahlower damit nicht einverstanden sind! Jede Unterschriftensammlung gegen die derzeitige Flughafenpolitik unterstützen, sei es nun eine Volkinitiative oder ein Volksbegehren!


Die Aussage, man kann ja sowieso nichts gegen die da in Potsdam in der Landesregierung machen, gilt nicht! Man kann!!! Nur es müssen auch viele wollen und kundtun!!!


Steter Tropfen höhlt den Stein!!


Also, weiterkämpfen


- vorab bleibt uns leider erst einmal nichts anderes übrig, als zuerst zu kämpfen für die Einhaltung der genehmigten Baugröße des BER (nur 2 Start- und Landebahnen mit einer max. Kapazität von 360.000 Flugbewegungen im Jahr) und damit gegen jede Kapazitätserweiterung an diesem ungeeigneten Standort. Schon gar nicht durch eine weitere dritte Start- und Landebahn!


-  für die sofortige Neuplanung eines raumverträglichen zweiten Flughafen-Standorts in Brandenburg.


- für ein absolutes Nachtflugverbot von 22.00 Uhr bis 6:00 Uhr.


- für die Umsetzung des Schallschutzprogramms ohne Tricks und Täuschungen.


- für den Erhalt unserer Gesundheit und für den Erhalt unserer Lebensqualität in unserer angestammten Heimat.